Philosophie:
Deckengemälde in königlichen Gräbern aus der Zeit von 37 v. Chr. im Norden von Korea weisen bereits Taekwondo-Motive auf. Ungefähr aus dieser Zeit stammen auch buddhistische Steinskulpturen, welche Kumgang-makki, eine noch heute geübte Abwehrtechnik im Taekwondo, ausführen. Nachdem mit der Zeit der militärische Wert von Taekwondo entdeckt wurde (um in die Leibwache der königlichen Regierung aufgenommen zu werden, war Taekwondo - damals auch Subak genannt - eines der Hauptprüfungsfächer für Bewerber), repräsentierte Taekwondo sowohl militärische Kampfkunst, als auch beliebte Freizeitbeschäftigung des einfachen Volkes. Im Anschluß an die Koryo-Dynastie gab es bereits in der Yi-Dynastie (ab 1392 n.Ch.) illustrierte Lehrbücher über die Kunst des Kämpfens, in denen Taekwondo als eines der wichtigsten Kapitel behandelt wird. Im Laufe der Zeit entwickelten sich in Korea viele verschieden Taekwondo-Schulen und erst im Jahre 1946 gab es die ersten Vereinigungsbestrebungen der wichtigsten Schulen durch Versammlung der höchsten Dan-Träger. 1954 einigten sich die höchsten Dan-Träger Koreas auf die Bezeichnung Taekwondo, der 1961 gegründete Taesoodo-Verband wird jedoch erst 1965 in den Koreanischen Taekwondo Verband umbenannt. 1972 wird der Kukkiwon in Seoul/Süd-Korea als Taekwondo-Zentrum eröffnet, 1973 wird der Welt-Taekwondo-Verband (WTF) gegründet. Der damalige und auch noch heutige Präsident: Dr. Un Yong Kim; vom 25.-27. Mai 1973 finden die ersten Weltmeisterschaften in Seoul/Korea statt. 1980 kommt es zur Anerkennung durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Moskau, 1981 finden die ersten World Games in Santa Clara/USA statt. Die erste Weltmeisterschaft der Damen wird 1987 in Barcelona ausgetragen. 1988 und 1992 nimmt Taekwondo als Demonstrationssportart an den Olympischen Spielen teil und im Jahr 2000 wird Taekwondo erstmals als offizielle olympische Sportart in Sydney ausgetragen. Taekwondo heißt wörtlich übersetzt:
Taekwondo vermittelt nicht nur körperliche Kraft, sondern auch die Einsicht zu diszipliniertem Denken. Nur durch diese Einsicht ist es möglich, das nötige Selbstvertrauen und die nötige Gelassenheit zur Selbstverteidigung zu erlangen. Selbstvertrauen aber ist die Voraussetzung für Bescheidenheit und Toleranz, zwei erklärte Ziele des Taekwondo.
Es gibt in Österreich derzeit zwei gebräuchliche Poomse-Systeme (jeweils 1 - 8, Il Jang bis Pal Jang): Palgye Poomse Taeguk Poomse Jede Taekwondo-Poomse (Form) besteht aus verschiedenen Fußstellungen, kombiniert mit Hand- und Abwehrtechniken, Faust- und Fußschlägen, die ineinander übergehen, sich ergänzen und als Ganzes gesehen einen Kampf gegen einen oder mehr imaginäre Gegner darstellt. Im Freikampf können alle erlernten Techniken des Angriffs und der Verteidigung in beliebiger Kombination verwendet werden, wobei sich der Kämpfer jedoch an bestimmte Regeln halten muß. Hanbon Gyorugi ist eine Art Wettkampf, der nach einem bestimmten Schema abläuft, Aktion und Gegenaktion (Angriff und Verteidigung) werden aufeinander abgestimmt.
Das Brechen von Hölzern, das Zerschlagen von Ziegelsteinen und Felsbrocken ist der Beweis für die Fähigkeit, die vorhandenen Kräfte auf einen bestimmten Punkt zu konzentrieren.
besteht aus zwei Begriffen:
"charyot sabom nim ke kyongle" Daraufhin verbeugen sich alle Sportler gleichzeitig vor ihrem Trainer.
Dieser koreanische Ausdruck setzt sich aus zwei Wörtern zusammen.
Im Taekwondo wird der menschliche Körper allgemein in drei Teile untergliedert und bildet einen Teil der koreanischen Bezeichnung für eine Technik (z. B. Olgul Makki = Block Oben):
der ganze Kopf bis zum Schlüsselbein (=Oben) Übungsziel ist die Nasenrille
vom Schlüsselbein bis zum Nabel (=Mitte) Übungsziel ist der Solarplexus
vom Nabel abwärts (=Unten) Übungsziel ist das Zwerchfell Der Taekwondo-Lehrer (Sabom) leitet das Training und achtet auf Disziplin und die Weiterentwicklung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten, sowie auf die Verbesserung von Wertvorstellungen. Jeder Schüler verbeugt sich beim Betreten und Verlassen des Dojangs (Halle) als Höflichkeitsbezeugung gegenüber seinem Trainer und den Taekwondin. Man sollte sich im Dojang konzentriert seinen Trainingsaufgaben widmen; lärmen, grölen und undiszipliniertes Verhalten widerspricht der Geisteshaltung im Taekwondo. Der Dobok (Taekwondo-Anzug) ist stets sauber zu halten; seine weiße Farbe soll moralische Reinheit symbolisieren, der zu Beginn getragene weiße Gürtel steht für den Anfang einer geistigen und körperlichen Entwicklung. Um Verletzungsgefahren vorzubeugen ist darauf zu achten, daß keinerlei Schmuckgegenstände, Uhren, Bänder, Spangen etc. beim Training getragen werden
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